Zum Glück war es nur eine Übung, die Hand in Perfektion zum Fürchten präpariert und täuschend echt blau geschminkt. Die Volleyballer hatten sich Referenten der DLRG Ortsgruppe Weyhe eingeladen, um eine Auffrischung in der „Ersten Hilfe“ zu erhalten. Dass die geschwollene Hand schnell gekühlt werden sollte, war jedem klar, jedoch mussten die Kühlkissen erst gefunden werden, denn im Kühlschrank, wo sie hingehören, waren keine. Doch die versierten DLRG-Vertreter hatten guten Rat. Eine kleine Kühlbox, stets parat am Hallenrand, bietet schnelle Hilfe. So wurde die Hand fachgerecht versorgt. Die Volleyballer wollten es dann aber genau wissen und erhielten ausführliche Antworten und praktikable Anleitungen von Jens Möllenkamp (DRK) für den Fall von Verstauchungen oder sogar Brüchen.Danach wurden die Freizeitsportler in die Herz-Lungen-Wiederbelebung eingewiesen. Wo wird die Hand angelegt, um das Herz im Ernstfall wieder zu stimulieren, wie schnell soll der Rhythmus sein. Die Referenten hatten stets gute Tipps: „Ihr kennt doch alle das Lied von den BeeGees, Staying alive? Das ist der Rhythmus!“ so Thorsten Reuter von der DLRG. Der Beat war allen Teilnehmern gut im Ohr und jeder durfte sich im Wiederbeleben einer Puppe probieren.
Die stabile Seitenlage hatten wohl alle Teilnehmer noch parat, jedoch war den wenigsten bewusst, dass es inzwischen eine neue Methode gibt. „Mein „Erste-Hilfe-Kurs“ war 1973“, so ein Freizeitsportler. Lea Pünter (DLRG) lehrte geduldig die Handgriffe für die verbesserte Seitenlage und die Sportler hatten Spaß, die vermeintlich bewusstlose Petra Wedemann (DLRG) in die stabile Lage zu drehen.
Jens Mörstedt (DLRG) nahm den Teilnehmern die Angst vor dem Gebrauch eines Automatisierten Externen Defibrillators. In vielen Firmen hängt inzwischen solch ein Gerät an gut zugänglichen Stellen bereit, jedoch wird der Umgang selten geübt. „Ihr könnt nichts falsch machen“, so der DLRG-Referent, der AED wird keinen Stromstoß geben, wenn es nicht notwendig ist. Nach rund zwei Stunden fühlten sich die Volleyballer bestens informiert und hatten schon genaue Vorstellungen für das Erweitern des Erste-Hilfe-Koffers.
Nachdem die Lebensretter mit größtem Dank verabschiedet wurden, baute man schleunigst das Netz auf. Schließlich darf kein Freitag ohne Volleyball vergehen. Zum Glück blieben heute alle unverletzt.
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